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Portrait_cl_HugerWer hat nicht bereits (mindestens) einmal eine Informationsbroschüre nicht verstanden? Konnte den Anweisungen einer Gebrauchsanweisung nicht folgen? Oder verlor sich in verschachtelten Sätzen voller Fachausdrücke?

Kristin Allwinger hat dazu Christiane Lerbscher, Expertin für Leichte und Leicht verständliche Sprache vom Domus Verlag getroffen.

Warum kommt es häufig Verständnisproblemen?

Viele Informationsbroschüren sind in einer Sprache verfasst, die von sehr vielen entweder nicht verstanden oder sehr ungern gelesen wird. Komplizierte Schachtelsätze, Passivkonstruktionen, Fachausdrücke oder einfach nur unübersichtlich gegliederte Inhalte bauen unnötige Barrieren ein.

Nachdem es bereits seit zehn Jahren das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz gibt und dort auch die Forderung nach barrierefreien Informationen formuliert ist, wäre es höchst an der Zeit, Barrierefreiheit nicht nur im baulichen Sinn zu verstehen.

Gibt es so etwas wie barrierefreie Texte?

Ja, es gibt Barrierefreiheit auch im sprachlichen Sinn. Die Leichte Sprache bietet mit ihren speziellen Regeln das Grundgerüst. Zum Beispiel wird der Medio·punkt eingesetzt, der längere Wörter trennt und Menschen mit Lese- und Lernschwierigkeiten hilft zu verstehen.

Doch vor allem werden die Sprache und die Texte entrümpelt und die wirklich wichtigen Informationen herausdestilliert. Kurz und bündig, klar und strukturiert und so viel besser verständlich entstehen Texte, die nicht nur Menschen mit Leseschwierigkeiten helfen, sondern für alle einfach praktisch sind.

Wo kann ich mich über Leichte Sprache am besten informieren?

Informationen zu Leichter Sprache und Leicht verständlichen Texten finden Sie auf

www.domusverlag.at/leichte-sprache

Hintergrundinformation: Christiane Lerbscher ist Expertin für Leichte und Leicht verständliche Sprache, ausgebildete Germanistin und erfahrene Redakteurin und Texterin im Domus Verlag.

 

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