Akonsult hat im Auftrag der Wiener Gebietskrankenkasse das erste Wiener Primärversorgungszentrum untersucht: Lob für Wiener Pilotprojekt.

Wien (APA) – Mitte Mai eröffnete in Wien – trotz noch fehlender legistischer Grundlagen – das erste Primärversorgungszentrum als Pilotprojekt . Nach rund vier Monaten Betrieb ziehen nun Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und Stadt eine durchaus positive Bilanz.

In einer von der WGKK beauftragten Akonsult-Studie, bei der 203 Patienten des ersten PHC-Zentrums in Mariahilf befragt wurden, fiel das Resümee jedenfalls recht positiv aus: 93 Prozent waren mit ihrem Besuch in dem Zentrum sehr zufrieden. Allerdings scheint das Primärversorgungszentrum derzeit in erster Linie als erweiterte Arztpraxis wahrgenommen zu werden: 62 Prozent der Befragten gaben an, nicht über die Zusatzangebote – wie etwa psychologische Betreuung oder diplomierte Krankenpflege vor Ort – Bescheid zu wissen.

Die langen Öffnungszeiten (wochentags jeweils bis 19.00 Uhr) stießen dagegen auf Zuspruch: 94 Prozent zeigten sich sehr zufrieden. Grundsätzlich sollten die PHC-Zentren vor allem auch die Spitalsambulanzen entlasten – das gelang zumindest bei einigen Patienten: 13 Prozent gaben an, sie hätten – gäbe es das Zentrum nicht – mit akuten Beschwerden eine Ambulanz aufgesucht, 74 Prozent einen anderen praktischen Arzt, 8 Prozent hätten abgewartet, während 5 Prozent zum Facharzt gegangen wären.

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